Von Hans-Jürgen Kowalzik
Bei dem Besuch von Güstrowern in der französischen Partnerstadt Bures-sur-Yvette stand am Wochenende der traditionelle Zwölf-Stunden-Lauf „12 heures de Bures“ auf dem Programm. Die Barlachstädter schlugen sich wacker.
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| Das traditionelle Abschlussfoto nach dem Lauf. Foto: Hans-Jürgen Kowalzik | Clarent Sagorin (l.) und Andreas Wendt auf dem Siegerpodest. Links Bürgermeister Vigier, der immer mitläuft. Foto: Hans-Jürgen Kowalzik |
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| Nora Li Neumann, Theas Emilia Weier, Hana Mohamed und Mia Menzenhauer (v.l.) freuen sich gemeinsam über den dritten Platz von Hana. Foto: Hans-Jürgen Kowalzik | Andreas Wendt, Mia Menzenhauer, Thea Emilia Weier und Hana Mohamed kommen gemeinsam ins Ziel. Foto: Hans-Jürgen Kowalzik |
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| Montmartre und Sacre Coeur gehören zu den Pariser Sehenswürdigkeiten, die man gesehen haben muss. Foto: Hans-Jürgen Kowalzik | Peter Schmidt (r.) überreicht Bürgermeister Jean-Francoise Vigier das vom Kniesenack-Verein gebraute Dombier als Präsent. Foto: Hans-Jürgen Kowalzik |
BURES-SUR-YVETTE - 30 Jahre „12 heures de Bures“ hieß es am Sonntag in Güstrows französischer Partnerstadt. Für den Partnerstadtverein Güstrow ein willkommener Anlass, nach Bures-sur-Yvette zu fahren, denn Güstrower nahmen fast an der Hälfte dieses traditionellen, aber auch besonderen Volkssportlaufes teil. Veranstalter ist der Verein Euroby. „Die Idee war ganz einfach. Wir wollten einen Lauf, der viel Spaß bereitet, aber nicht alltäglich ist“, erinnert sich Agnes Zalczer, die im Euroby-Verein die Kontakte zu den Partnerstädten knüpft.
Das Besondere, in zwölf Stunden von 5 bis 17 Uhr so viel auf einer 2,5-Kilometer-Runde im Burer Park zu laufen, zu walken oder spazieren zu gehen wie man es will, erlebten dieses Mal auch wieder Güstrower Schüler. Nora Li Neumann, Hana Mohammed, Thea Emilia Weier und Mia Menzenhauer vom John-Brinckman-Gymnasium, alle 17 Jahre und Elftklässler, sowie Andreas Wendt von der ecolea-Schule, 16 Jahre und in der 10. Klasse, starteten mit bester Laune. Die Idee, nach Bures zu fahren und dort zu laufen und ihr Französisch aufzufrischen, hatte die Französich-Lehrerin Jana Erlewein, bei der die Mädchen im Französisch-Kursus sind. Eingestimmt auf den sportlichen Wettbewerb hatten sich alle den Tag zuvor bei heißen Temperaturen von über 30 Grad bei einem Besuch in Paris mit Eiffelturm, Louvre und ausgiebigem Shoppen. „Mein Handy zeigte 24000 Schritte“, erzählte Thea Emilia Weier. Paris gefiel ihnen so gut, dass sich alle Mädchen ein T-Shirt „I love Paris“ mit rotem Herzchen kauften.
Den Jubiläumslauf starteten sie allerdings ohne größere Lauferfahrungen. Einzig Nora Li, die in Bauhof wohnt, hat schon einige Male die Strecke nach Gutow und zurück getestet. „Ich laufe sonst gar nicht“, ließ Andreas Wendt wissen. Was ihn nicht abhielt, acht Runden zu absolvieren und in seiner Altersklasse als Erster aufs Podium zu klettern. Hana Mohamed folgte ihm. Sie wurde Dritte. Einen zweiten Platz belegte der Autor dieses Beitrags als Vertreter des Laufsportvereins, der seit 2012 am Burer Lauf teilnimmt, in seiner Altersklasse Ü70. Die Güstrower liefen 51 Runden und durften sich über 1275 Kilometer freuen.
Insgesamt nahmen über 300 Laufenthusiasten an dem Ereignis teil. Sieger wurde nach 2022 und 2025 zum dritten Mal Q1 Ray. Der Franzose schaffte überglücklich 126 Kilometer. Ob der Lauf für ihn anstrengend war, wissen wir nicht. Die Güstrower merkten es nicht gleich, sondern erst am Tag danach. Muskelkater war angesagt. Dem Erlebnis dieser Reise mit herzlicher Betreuung in den Gastfamilien, bei einem Konzert und viel Musik beim „Fest der Nachbarn“ tat das überhaupt keinen Abbruch. „Wichtig ist doch, dass Sport verbindet und vereinigt“, betonte Bürgermeister Jean-Francoise Vigier bei einem gemeinsamen Essen und erinnerte daran, dass die Städtepartnerschaft seit 2022 offiziell besiegelt ist. Diesen Partnerschaften misst Vigier überhaupt große Bedeutung bei. „Deshalb haben wir mit der ukrainischen Kommune Biolorodka Kontakte aufgenommen“, so der Bürgermeister.
Peter Schmidt, Vorsitzender des Partnerstadtvereins, unterstrich seinerseits, wie wichtig es ist, diese Partnerschaft mit Leben zu erfüllen und es nicht nur mit der Unterschrift unter einer Urkunde zu belassen. Einen besonderen Dank richtete er an die Familien, die sich um die jungen Leute kümmerten. Dabei ging es auch zwischen Andreas Wendt und dem Sohn seiner Gastfamilie, Clarent Sagorin, „zur Sache“. Beide liefen zusammen und Clarent wurde hinter Andreas Zweiter.
Clarent Sagorin wird übrigens beim zweiten Camp mit Jugendlichen aus den Partnerstädten Gryfice (Polen), Güstrow und Bures-sur-Yvette in Bures vom 10. bis 17. Juli teilnehmen. „Das ist ein großartiges Projekt. Güstrow hat es im Vorjahr vorgemacht“, blickte Ann Gratias, Vorsitzende des Vereins Euroby, voraus. Peter Schmidt: „Ich habe bei meinem letzten Besuch in Polen sogar schon für das Jugendcamp 2027 Zimmer reserviert.“






